Fenster sind in den vergangenen Jahren technisch immer
leistungsfähiger geworden. Gleichzeitig wünschen sich viele
Bauherren, Modernisierer und Architekten heute eine andere
gestalterische Wirkung: mehr Licht, klarere Linien, reduzierte
Formen und Fenster, die die Architektur eines Hauses sichtbar
unterstützen.
Genau für diesen Anspruch hat VEKA mit VEKA PURE ein neues
Fenstersystem entwickelt. Die kubische, geradlinige
Formensprache, die großzügigen Glasflächen und die bewusst
reduzierte Gestaltung sprechen Menschen an, die ihr Haus klar,
modern und hochwertig gestalten möchten. Für uns war früh
erkennbar: Auf dieses Kontrastprogramm zur überragend schönen
und erfolgreichen Softline-Welt haben viele Kunden gewartet.
Softline steht für weiche Linien und vielseitige Eleganz,
VEKA PURE für moderne Reduktion und architektonische Klarheit.
Beide Systeme sind hochwertig, sprechen aber unterschiedliche
Wünsche und Bauaufgaben an.
Am 1. September 2026 beginnt für die Baltic Fenster GmbH
deshalb ein neues Kapitel. Als erster VEKA-Systemverarbeiter
in Deutschland starten wir in Langenhorn mit dem Verkauf und
der serienmäßigen Fertigung von VEKA PURE. Bis zu diesem Datum
blicken wir auf rund 24 Monate intensiver Vorbereitung, viele
technische und organisatorische Entscheidungen und vor allem
eine großartige Gemeinschaftsleistung zurück.
Die Idee, das Design und die Entwicklung von VEKA PURE stammen
von unserem langjährigen Systempartner VEKA. Auf der Fensterbau
Frontale 2024 stellte VEKA das neue Profilsystem erstmals als
Zukunftsprodukt vor. Dass VEKA uns früh in dieses Projekt
eingebunden und uns das Vertrauen entgegengebracht hat,
VEKA PURE als erster Systemverarbeiter in Deutschland in Serie
zu fertigen, empfinden wir als große Wertschätzung.
Gleichzeitig war dieses Vertrauen für uns eine Verpflichtung:
Wenn wir diesen Weg gehen, dann konsequent, sorgfältig und mit
dem klaren Ziel, VEKA PURE technisch sicher und vertrieblich
überzeugend in den Markt zu bringen.
„Das gesamte Baltic-Team darf sich jetzt ruhig einmal wie
ein Deutscher Meister fühlen“, sagt Geschäftsführer Gregor
Biermann mit einem Schmunzeln. „Nicht, weil wir uns über
andere stellen wollen, sondern weil wir als Mannschaft etwas
erreicht haben, das uns über viele Monate gefordert und
zugleich den Teamgeist weiter gestärkt hat. Darauf dürfen
wir einfach stolz sein.“
Vom Zukunftsprodukt zur Serienfertigung
Bereits im Juli 2024 haben wir VEKA PURE im Rahmen unserer
Kundenveranstaltung „Nordfriesland Sommerbrise“ ausgewählten
Fachhandelspartnern vorgestellt und sie nach ihrer Einschätzung
gefragt. Die positive Resonanz hat uns darin bestärkt, das
Projekt zügig weiterzuverfolgen. Wenige Wochen später saß unser
Team mit den Technik- und Entwicklungsspezialisten von VEKA
am Tisch.
Was danach folgte, war weit mehr als die Aufnahme einiger neuer
Profile in das Lager. Marktrecherche und Vertriebsplanung
mussten ebenso erfolgen wie Portfolioentscheidungen und die
technische Vorbereitung. Werkzeuge wurden beschafft,
Stammdaten aufgebaut, IT-Strukturen erweitert, Maschinen
angepasst, Lagerprozesse geplant und Produktionsabläufe
eingerichtet. Hinzu kamen Nullserien, Prüfungen, Freigaben,
Schulungen und viele Detailentscheidungen, die für einen
stabilen Serienstart notwendig sind.
Wer schon einmal ein neues Fenstersystem eingeführt hat, weiß,
dass das sichtbare Profil nur einen kleinen Teil der Aufgabe
darstellt. Dahinter stehen erhebliche organisatorische,
technische und finanzielle Anforderungen. Gerade das
Stammdatenmanagement und die Einbindung in bestehende IT- und
Produktionsprozesse benötigen viel Zeit und Konzentration.
Heute können wir sagen: Der Aufwand hat sich gelohnt. Die
ersten Elemente und der Musteranschlag sind einwandfrei
gelaufen, die Prozesse stehen und VEKA PURE ist bereit für
den Markt.
Eine Leistung des gesamten Teams
Ein Projekt dieser Größenordnung kann niemand allein umsetzen.
Unser Managementteam mit Mario Lorenzen und Stefanie Tams sowie
die Kollegen aus Produktion, Technik, Vertrieb, Marketing und IT
haben den eingeschlagenen Weg mitgetragen. Sie haben
Veränderungen nicht als Belastung, sondern als Chance
verstanden und waren bereit, sich in neue Abläufe, neue
Produkte und neue Anforderungen einzuarbeiten.
Mit rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehören wir
nicht zu den größten PVC-Fensterherstellern Deutschlands.
Wir sind aber flexibel, entscheidungsfreudig und technisch
sehr gut aufgestellt. Vor allem haben wir Menschen im
Unternehmen, die Lust auf Veränderung haben und Baltic im
Markt weiterentwickeln möchten. Ein entscheidender
Erfolgsfaktor war auch die Unterstützung unseres
geschäftsführenden Gesellschafters Thomas Schröder. Ein solches
Projekt benötigt Vertrauen, Investitionsbereitschaft und die
Überzeugung, dass sich der eingeschlagene Weg langfristig
auszahlt. Diese Rückendeckung war von Beginn an vorhanden.
Ebenso wichtig war die enge und unkomplizierte Zusammenarbeit
mit VEKA. Von den ersten Gesprächen am Techniktisch über das
Produktmanagement bis hin zum Vorstand haben wir Offenheit,
Unterstützung und gegenseitige Wertschätzung erlebt. Besonders
bedanken möchten wir uns bei dem für Baltic zuständigen
VEKA-Außendienst Heiko Müller, Technischer Außendienst
Klaus Moddelmog und bei Produktmanager Christoph Seebröker.
Wir waren in den letzten Monaten sicherlich ein zeitlicher
Antreiber, weil wir schnell und gleichzeitig sorgfältig
starten wollten. Ohne die verlässliche Unterstützung von VEKA
wäre dieser Zeitplan nicht möglich gewesen.
PURE ergänzt unsere erfolgreiche Softline-Welt
Bei aller Begeisterung für VEKA PURE ist uns eine Aussage
besonders wichtig: Das neue System ersetzt unsere bewährten
Produkte nicht. VEKA Softline 82 und VEKA Softline 76 bleiben
die tragenden Säulen unserer Fertigung. Sie sind seit vielen
Jahren erfolgreich, breit einsetzbar und werden auch künftig
unser wichtigstes Produktprogramm bilden.
VEKA PURE ergänzt dieses Portfolio um eine eigenständige
Produktlinie. Das System richtet sich an Bauherren,
Modernisierer, Architekten und Objektentscheider, die Wert auf
eine klare Formensprache, großzügige Glasflächen und eine
hochwertige Materialwirkung legen. Es geht deshalb nicht um
die Frage, welches System grundsätzlich besser ist.
Entscheidend ist, welche Gestaltung zur Architektur, zum
Anspruch und zum Budget des jeweiligen Projekts passt.
Kein Bauherr entscheidet sich wegen einer Glasleiste
Während der Projektarbeit wurde uns immer deutlicher, dass wir
VEKA PURE nicht nur technisch, sondern auch kommunikativ anders
behandeln möchten. Kein Bauherr entscheidet sich für ein
Fenster, weil ihm eine Glasleiste gefällt. Menschen investieren
in ein schöneres Zuhause, in mehr Licht, mehr Wohnqualität,
mehr Ruhe und eine hochwertige Architektur.
Die technischen Eigenschaften bleiben wichtig. Sie sind die
Grundlage für Qualität, Sicherheit und dauerhafte Funktion.
Aber sie sind nicht die Geschichte, mit der unsere Fachbetriebe
die Endkunden erreichen werden. Deshalb positionieren wir
VEKA PURE in unserer Kommunikation sowohl als Architekturfenster
als auch als Lichtfenster.
Architekturfenster beschreibt die klare, reduzierte Gestaltung.
Das Lichtfenster steht für den unmittelbar erlebbaren Nutzen:
mehr Tageslicht, mehr Offenheit und ein neues Wohngefühl.
Gemeinsam mit unserer unternehmenseigenen Kreativfabrik
entwickeln wir deshalb Prospekte, Muster, Beiträge und
Aktionen, die nicht bei Profilgeometrien und technischen
Tabellen stehen bleiben. Wir möchten zeigen, wie VEKA PURE
Häuser sichtbar aufwerten und Räume heller und großzügiger
wirken lassen kann.
Feinstruktur als Teil der PURE-Identität
Ein wichtiger Bestandteil unserer Produkt- und
Kommunikationsstrategie ist die Farb- und Oberflächenwelt.
VEKA PURE startet bei Baltic mit den aktuell acht
VEKA-Feinstruktur-Dekorfolien als Standardprogramm:
Anthrazitgrau, Schwarz, Schiefergrau, Quarzgrau, Basaltgrau,
Silbergrau, Umbra und Verkehrsweiß. Diese Farbtöne passen
besonders gut zur klaren Profilgeometrie und harmonieren mit
modernen Fassadenmaterialien, Klinker, Putz, Holz, Haustüren
und Sonnenschutzanlagen.
Die matten Feinstrukturoberflächen wirken hochwertig und
ermöglichen es, PVC-Fenster und auch am gleichen Bau
einzusetzende Aluminiumbauelemente in einer gemeinsamen
gestalterischen Handschrift auszuführen. Bei
Aluminiumhaustüren und Alu-Fenstern, wenn aus statischen
Gründen Alu notwendig ist, setzen wir passend abgestimmte
Pulverbeschichtungen in matter Feinstruktur und
hochwetterfester HWR-Qualität ein. Dadurch entsteht eine hohe
Farbharmonie zwischen den VEKA-Feinstruktur-Dekorfolien und
den pulverbeschichteten Aluminiumoberflächen.
Sollte VEKA künftig weitere Feinstruktur-Dekorfolien in das
Standardprogramm aufnehmen, werden wir diese selbstverständlich
ebenfalls für VEKA PURE berücksichtigen. Unsere
Standardfarbwelt soll mit der Weiterentwicklung des
VEKA-Programms wachsen.
Baltic als Teamplayer innerhalb der VEKA-Welt
Direkt ab 01. September 2026 ist das neue Fensterprofil für
die Baltic-Fachbetriebe bestellbar. Wir freuen uns auf den
Verkaufsstart an unsere treuen Kunden. Im direkten
Fachhandelsgeschäft beliefert Baltic die Postleitzahlengebiete
0 bis einschließlich 3. Auch Fensterfachbetriebe, die bisher
nicht Baltic-Kunden sind, dürften sich für das neue
Architektur- und Lichtfenster interessieren.
Wir möchten unseren Vorsprung aber nicht abschotten und
verstehen uns als Teamplayer innerhalb der VEKA-Welt.
Deshalb sind wir bereit, auch andere VEKA-Systemverarbeiter
beim Einstieg in VEKA PURE zu unterstützen.
VEKA-Systemverarbeiter in Deutschland können das System
zunächst über Baltic beziehen, solange sie VEKA PURE selbst
noch nicht produzieren oder eine eigene Fertigung nicht
geplant ist. Wir werden also auch unsere Marktbegleiter mit
VEKA PURE beliefern. Voraussetzung ist eine für beide Seiten
tragfähige Lösung bei Mengen, Preisen und Logistik. Die ersten
Projekte mit dem PURE-System stehen an und jetzt wird sich
zeigen, wie Fachhandel, Bauherren, Modernisierer und
Architekten insgesamt auf das neue System reagieren.
Wir wünschen uns, dass VEKA PURE erfolgreich wird – nicht nur
für Baltic, sondern für die gesamte VEKA-Familie. Denn am Ende
profitieren alle davon: unsere Baltic-Kunden, VEKA als
Systemgeber, die verarbeitenden VEKA-Betriebe und vor allem
die Bauherren. Wenn es uns gelingt, gemeinsam eine
VEKA-PURE-Erfolgsgeschichte zu schreiben, wird auch die Marke
VEKA im deutschen Markt weiter an Bedeutung gewinnen.
Wir Nordfriesen reden nicht lange darüber, was alles möglich
wäre. Wir packen an. Genau das haben wir in den vergangenen
24 Monaten gemeinsam mit VEKA getan. Jetzt ist VEKA PURE
bereit für den Markt. Und wir auch. MADE IN NORDFRIESLAND.
„Kann losgehen“.